Islam, Mohammed und die Bilder
Derzeit toben ja allerorten aufgeregte Diskussionen aufgrund der Karikaturen in der “Jyllands-Posten” und der resultierenden Drohungen gegen die Zeitung, Dänemark, Europa und was weiß ich noch wen. In diesem Zusammenhang ist mir mal wieder die Aussage “Nach deren Glauben ist ja schon die bloße Abbildung von Mohammed verboten…” untergekommen. Wenn ich das lese, geht mir immer die Hutschnur hoch.
Verboten ist die Abbildung Gottes…
Zitat (http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderverbot):
Das Bilderverbot ist eine religiöse Vorschrift, die eine bildliche Darstellung von Göttern und “Götzen“ verbietet. Es soll der Bilderverehrung entgegenwirken.Zu den Zehn Geboten der Bibel gehört das Gebot: “Du sollst Dir kein Bildnis machen”, das je nach Übersetzung verschieden umfangreich ausfällt. Im Judentum, Islam, großen Teilen der protestantischen Kirchen, in der Assyrischen Kirche und in früheren Zeiten auch der orthodoxen Kirche wurde das Bilderverbot im engeren Sinne ausgelegt, lediglich kalligraphische Schriftzüge und Pflanzenornamentik sind im Islam verbreitet. Bis auf sehr wenige Ausnahmen finden sich in Synagogen und Moscheen nicht nur keine Darstellungen Gottes, sondern auch von Religionsstiftern, Menschen oder Tieren.
Also: auch die Christen haben das Bilderverbot, aber (wie SIW Kishon sehr spitz schrieb) wurde es auf Drängen der Maler- und Bildhauerlobby gekippt.
Weiter: Mohammed ist so sehr göttlich wie Moses. Er ist ein Prophet (http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed). Der Chef ist und bleibt Gott/Allah/der Eine/Jehova/Jahwe… (Wehe es kommt jetzt wer mit “Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen”… Ich habe als Atheist keinen solchen Vertrag unterzeichnet).
Übrigens steht unter http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote#Islam sogar:
Ein explizites Bilderverbot gibt es nicht. Es wird aus dem häufig wiederholten Verbot der Bilderverehrung abgeleitet.
Letztens: mir erschließt sich nicht, was an den “Karikaturen” eigentlich lustig sein soll.


