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Das Märchen vom hilfsbereiten Fußgänger

Vor langer Zeit lebte ein Muffin hinter den sieben Bergen in der Stadt, die an das Land grenzt, wo man immer Schnecken und Käse ißt. In einer anderen Stadt weit weg im Schwabenland wohnte der König des Muffins. Der rief eines Tages alle seine Untertanen zu sich und nannte es eine Betriebsversammlung. Weil der Weg weit war, holte der Muffin seine schöne grüne Kutsche hinter dem Haus hervor, setzte sich hinein und brach frohen Mutes auf.
   Allerdings mußte er noch eine Rast einlegen an einem Ort, der sich Büro nannte. Er wollte seine Kutsche gerne in der Nähe vom Büro abstellen, aber zu seinem Schrecken hatten viele andere Leute, Ritter und Händler und Handwerker ihre Kutschen schon in dichten Reihen um das Büro gestellt. Der Muffin fand keinen Platz und zog weite Kreise um das Büro, bis er plötzlich einen freien Platz erspähte. Doch oh Schreck – der Platz war nur frei, weil er von einem großen Drachen mit Anhänger bewacht wurde, der niemanden auf den Platz lies.
   Dem Muffin blieb keine Wahl, mutig steuerte er seine Kutsche in eine Lücke neben dem Drachen. Das beeindruckte den Drachenhüter so, daß er dem Drachen vorsichtig die Sporen gab und die Lücke so groß werden ließ, daß Muffin hindurchschlüpfen konnte. Noch während der Muffin überlegte, wie er seine Kutsche verlassen könnte, da vor der Tür immer noch der Drache wartete, geschah ein weiteres Wunder. Der besiegte Drache setzte sich schnaufend in Bewegung, wurde immer schneller und war bald am Horizont verschwunden.
   Stattdessen stand da plötzlich ein Männlein, klein und hutzelig und rief: “Herr, an Eurer Kutsche brennt nur eine Lampe!” Der Muffin verstand nicht sofort, doch der Mann wiederholte seine Worte. Da bekam es der Muffin mit der Angst, weil an seiner Kutsche schon einmal Lichter erloschen und auch elyktrische Drähte zerrissen waren. Also frug der Muffin: “Die Bremsleuchte?” Das Männlein sprach: “Links brennt es nicht.” und begann einen Lobgesang auf kleine hutzelige Männlein, die einem Kutscher sagen, wenn er nicht alle Lichter anhabe. Fluchend stieg der Muffin aus seiner Kutsche, öffnete den Ort wo man Körbe und Säcke verstaue und von wo er die Lichter erreichen und austauschen könnte.
   Er hatte schon die halbe Kutsche zerlegt, als lachend ein anderer Kutscher erschien, der auch in das Büro wollte und den der Muffin kannte. Darum erlaubte er sich zu sagen: “Lache er nicht, sondern setze er sich in die Kutsche und trete er das Pedal in der Mitte.” Der so angesprochene tat wie geheißen und siehe da, alle Bremslichter leuchteten und dem Muffin fiel ein Stein vom Herzen. Doch was hatte das Männlein gemeint? Dem Muffin kam ein schrecklicher Verdacht und er rief seinem Helfer zu: “Der Hebel in der Mitte, bewege ihn nach hinten rechts!” Hell wie eine Sonne erschien ein Licht, zu nutzen wenn die Kutsche rückwärts fährt. Der Muffin verstand und belegte das hutzelige Männlein mit garstigen Flüchen weil seine Kutsche links gar keinen Rückfahrscheinwerfer hat.

von DerMuffin :: 21.02.2006 @ 23:00 :: Kategorie mx-5 :: Comments (0)

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