2. Kapitel: Der Deal

Die nächsten Wochen waren hart. Ich überstand sie hauptsächlich mit Hilfe der barmherzigen Schwestern, Kaffee und Alkohol. Das schwierigste war, dem Pfandleiher mein Auto wieder abzuschwatzen. Der alte Geldsack soll eines Tages an seinem Geiz ersticken. Gerade noch rechtzeitig hatte ich die alte Karre wieder in meiner Obhut und begab mich zum Ort des Geschehens.
Ich hatte mein Auto in der Nähe unauffällig abgestellt. Zumindest dachte ich das.
Ehe ich es mich versah, erschien ein schwarzer Kombi und die Männer, die ihm entstiegen begannen meinen Wagen vollzuladen.
Mit beachtlicher Präzission verstauten sie die Ware. Ich hatte genügend Muße die Situation zu beobachten und mir meine Gedanken zu machen.
Was war es, das so sorgfältig in Decken gehüllt wurde?
Wieso trugen sie Schutzhandschuhe?
Waren die weißen Objekte nur Füllmaterial oder die eigentliche Ware?
Wenn sie sich solche Mühe beim Verpacken gaben, wie konnten sie mich dann mit dem rechtmäßigen Empfänger verwechseln? Warum stellten sie keine Fragen?
Schon nach kurzer Zeit sah mein Wagen aus wie ein Trottoir während der Sperrmüllsammlung.
Ich hörte auf, mir den Kopf zu zerbrechen und ergriff im wahrsten Sinne des Wortes die Flucht. Wenn doch noch ein anderer Abnehmer auftauchte wollte ich möglichst weit weg sein.
Mehrfach hielt ich an, um zu sehen, ob mich jemand verfolgen würde.
Zu sehen war aber - wie zu erwarten - niemand. Entweder gab es keine Verfolger und ich machte mich selber verrückt oder die Verfolger waren sehr geschickt.
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